Meine Bewerbung für den Parteirat der Grünen in Berlin
Paula am 15. March 2012
Ich habe mich entschieden auf dem nächsten Landesparteitag am 24. März für den Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin zu kandidieren. Das neue Gremium soll die verschiedenen Ebenen unserer Partei besser vernetzen und eine neue Kommunikationsstruktur schaffen. Hoffentlich gelingt das - auf jeden Fall möchte ich gerne daran mitwirken, dass die Fehler des vergangenen Jahres nicht wiederholt werden und wir uns wieder voll auf unsere Politik konzentrieren können.
Über Unterstützung freue ich mich natürlich sehr und hier kommt meine Bewerbung mit meinen Beweggründen für die Kandidatur:
Liebe Freundinnen und Freunde,
in Berlin stehen uns 4 ½ Jahre spannende Oppositionsarbeit bevor. Auch wenn die rot-schwarze Koalition bisher noch nicht im Arbeitsmodus angekommen ist, bietet die politische Rückkehr der 90er Jahre genug Angriffsfläche für uns Bündnisgrüne. Ob steigende Mieten, die Energiewende, Klimaschutz oder Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik: im Gegensatz zur Regierungskoalition haben wir die Antworten für Berlin. Wir wissen, wie Häuser energetisch saniert werden und die BewohnerInnen trotzdem bleiben können. Wir wissen, wie Klimaschutz in der Stadt aussehen kann: mit einem Klimastadtwerk und kleinteiligen Maßnahmen in den Bezirken, wie wir mit dem Klimaschutzprogramm für Friedrichshain-Kreuzberg gezeigt haben.
Auch wenn wir bei der Wahl nicht alle Ziele erreicht haben, so sind wir neben der Abgeordnetenhausfraktion insbesondere in den Bezirken gut aufgestellt. 127 Bezirksverordnete, neun StadträtInnen und ein Bezirksbürgermeister stellen sich tagtäglich den Fragen der Berlinerinnen und Berliner und machen Politik vor Ort. Als Fraktionssprecherin unserer größten BVV-Fraktion kenne ich diese Verantwortung und möchte meine Erfahrungen aus den letzten vier Jahren Bezirkspolitik und zehn Jahren aktive Arbeit in Berlin nun auch auf Landesebene im Parteirat einbringen. Denn gute Oppositionsarbeit funktioniert nur, wenn wir unsere Kräfte bündeln, anstatt als EinzelkämpferInnen aufzutreten.
Neben der Berliner Landespolitik steht schon der nächste Wahlkampf an: 2013 muss Schwarz-Gelb abgewählt werden! Und das schaffen wir nur, wenn wir mit einer klaren Linie auftreten und eine sozial-ökologische Alternative anbieten. Um die Fehler des letzten Jahres nicht zu wiederholen, muss der Parteirat als Vernetzungsgremium zwischen unseren verschiedenen Ebenen frühzeitig eine funktionierende Kommunikationsstrategie entwickeln. Leicht ist das nicht, aber genau deswegen haben wir den Parteirat eingeführt. Das besondere an unserem Wahlkampf ist, dass er vor allem auf der Straße stattfindet. Doch dafür müssen auch die Erfahrungen der aktiven WahlkämpferInnen in die Ausrichtung und Ausgestaltung des Bundestagswahlkampfes vor Ort einfließen – aus Randbezirken genauso wie aus der Innenstadt. Als leidenschaftliche Bezirkspolitikerin möchte ich mich im Parteirat genau dafür einsetzen und eure Ansprechpartnerin sein.
In meiner Zeit als Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND war ich beratenes Mitglied des Parteirats auf Bundesebene. Daher kenne ich die Vorzüge eines solchen Gremiums – aber auch die Schwierigkeit, es in Oppositionszeiten lebendig zu halten und nicht mit ineffektiven Debatten zu füllen. Es wird an den Mitgliedern des Parteirats liegen, ihn zu einem sinnvollen Gremium zu machen. Mit meinen Erfahrungen aus den unterschiedlichen Ebenen unserer Partei möchte ich als Bezirksvertreterin mit daran arbeiten, eine gute neue Kommunikationsstruktur zu schaffen.
Über eure Unterstützung dafür würde ich mich sehr freuen,
mit grün-stachligen Grüßen,
eure Paula.
Und noch als PDF: bewerbung_parteirat_paulariester.pdf
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